Du wolltest einfach nur dein Business voranbringen. KI nutzen, sichtbarer werden, mehr verdienen. Normale Unternehmerin-Probleme eben. Aber dann passiert etwas Unerwartetes: Du merkst, dass deine individuellen Herausforderungen gar nicht so individuell sind. Dass dahinter Strukturen stehen, die viel größer sind als du dachtest.
Willkommen in der Welt des zufälligen Aktivismus.
Warum KI nicht neutral ist (und was das mit dir zu tun hat)
Ich wollte KI benutzen. Punkt. Hab das auch getan, war aber mit den Antworten immer unzufrieden. Statt mich damit abzufinden, wollte ich verstehen: Warum bekomme ich diese Antworten?
Die Recherche führte mich direkt in den Kaninchenbau des Data Bias. 70 Prozent der KI-Entwickler sind männlich. Die Trainingsdaten? Geprägt von patriarchalen Strukturen und alten Rollenbildern. Plötzlich ergaben meine frustrierenden KI-Dialoge Sinn.
Was als individuelles Problem begann – „Die KI versteht mich nicht“ – entpuppte sich als strukturelles Problem: Der Gender Gap in der Tech-Branche spiegelt sich direkt in den Tools wider, mit denen wir arbeiten sollen.
Das war mein Aha-Moment. Aus einem Business-Problem war ein gesellschaftspolitisches Thema geworden. Komplett ungeplant.
Der Moment, in dem alles klick macht
Mit diesem neuen Blick betrachtete ich andere Herausforderungen in meinem Business. Sichtbarkeit zum Beispiel. Warum ist es so schwer, sichtbar zu werden?
Die Antwort ist vielschichtig: Algorithmen bevorzugen bestimmte Inhalte. Frauen werden für Selbstmarketing kritisiert. Wir werden sozialisiert, nicht anzugeben, uns nicht in den Mittelpunkt zu stellen, am besten auch nicht zu viel zu verdienen.
Plötzlich ergibt alles Sinn. Es sind nicht nur deine individuellen Schwächen oder Blockaden. Es sind strukturelle Hürden, die systematisch bestimmte Gruppen benachteiligen.
Bin ich jetzt eine Aktivistin? Die KI antwortet
Die Frage stellte sich zwangsläufig. Also fragte ich – natürlich – die KI: Was ist eine Aktivistin? Was zeichnet sie aus?
Die Antwort war eindeutig:
Handlungsorientierung: Sie setzen sich für Überzeugungen ein und setzen diese in Taten um.
Wertebasierter Antrieb: Ihr Handeln ist von tief verwurzelten Werten geleitet – Gleichberechtigung, Gerechtigkeit, Veränderung.
Zielstrebigkeit: Sie arbeiten systematisch auf ein Ziel hin, wie die Sensibilisierung der Öffentlichkeit über Data Bias in der KI.
Risikobereitschaft: Sie sind bereit, persönliche Risiken für ihre Überzeugungen einzugehen.
Bei der erweiterten Definition sah ich mich plötzlich: Aktivistin zu sein bedeutet, die eigene Überzeugung so stark zu leben, dass man bereit ist, dafür sichtbar zu werden und Widerstand zu leisten. Es ist eine Lebenshaltung, die über reines Engagement hinausgeht und eine Herausforderung des Status quo beinhaltet.
Der Satz „Das haben wir schon immer so gemacht“ versetzt mich sofort in den Modus: Genau das ist der Grund, warum wir es jetzt anders machen sollten.
Aktivistin? Ja und nein.
Aktivistin ist für mich ein großer Begriff. Ich sehe mich nicht als jemand, die gegen Gesetze verstößt oder auf Barrikaden steigt. Ich rede darüber. Ich zeige Probleme auf. Ich versuche zu sensibilisieren.
Aber ich merke, dass sich mein Content-Fokus verschoben hat. Ich versuche jetzt, diesen zufälligen Impact sichtbarer zu machen. Ich stolpere nicht mehr nur darüber – ich plane ihn ein.
Dein Business-Problem könnte auch strukturell sein. Diese Erkenntnis verändert alles.
Wenn Content Creation zur politischen Aussage wird
Hier wird es interessant für dich als Unternehmerin: Dein Erfolg ist nie nur dein individueller Erfolg. Er ist immer auch ein Statement.
Wenn du als Frau sichtbar erfolgreich bist, zeigst du anderen, dass es möglich ist. Wenn du faire Preise durchsetzt, normalisierst du Wertschätzung. Wenn du authentisch kommunizierst, durchbrichst du Perfect-Pitch-Kulturen.
Dein Business verändert nebenbei Strukturen. Von der Content- und KI-Mentorin zur Gesellschaftskritikerin – dieser Wandel passiert automatisch, wenn du erfolgreich wirst und dabei du selbst bleibst.
Praktische Umsetzung: Der 3-Ebenen-Check
Du willst wissen, wo deine Business-Herausforderungen strukturell werden? Hier ist dein praktischer Fahrplan:
Bei jedem Business-Problem stelle dir drei Fragen:
- Was ist mein Anteil?
- Was ist strukturell?
- Wo kann ich ansetzen?
Der Außenperspektiven-Trick: Schreib deine Herausforderungen auf. Notiere drumherum alle möglichen Ursachen. Nicht nur die persönlichen – auch die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, technischen.
Du wirst überrascht sein, wie viele deiner „individuellen“ Probleme plötzlich ein größeres Muster zeigen.
KI-Prompt für strukturelle Klarheit
Hier ist der KI-Prompt, der dir beim Durchblick hilft:
KI-Prompt
Du hilfst mir dabei, die strukturellen Hintergründe meiner Business-Herausforderung zu verstehen. Wenn ich ein Problem beschreibe, frage mich: Wer könnte davon profitieren, dass dieses Problem existiert? Welche gesellschaftlichen Strukturen verstärken dieses Problem? Sei neugierig, nicht anklagend.
Ich habe den Prompt selbst ausprobiert und führte interessante Gespräche. Die KI stellt Fragen, die du dir allein vielleicht nie gestellt hättest.
Journaling-Fragen für den Reality-Check
Zeit für Klartext. Schnapp dir Stift und Papier:
Journaling-Fragen
Welches Business-Problem nervt mich am meisten und wer könnte davon profitieren, dass es existiert?
Wo habe ich schon mal gedacht: "Das ist doch unfair, warum ist das so schwer?"
Was würde sich ändern, wenn mehr Menschen wie ich sichtbar wären?
Diese Fragen sind unbequem. Gut so. Unbequeme Fragen führen zu kraftvollen Erkenntnissen.
Dein zufälliger Impact wartet schon
Du musst nicht auf Barrikaden steigen, um Business Impact zu schaffen. Du musst nur erfolgreich du selbst sein. Dein Business sichtbar, erfolgreich und profitabel machen. Dabei KI-Tools kritisch nutzen und authentisch bleiben.
Der Rest passiert automatisch. Business Impact, der Strukturen bewegt.
Deine nächste große Idee wartet schon darauf, von dir festgehalten zu werden. Und nebenbei verändert sie die Welt.
Du willst das nicht nur lesen, sondern gemeinsam mit anderen Frauen umsetzen? Schau dir das ++DenkfabrikLab an, meine Community für Austausch, Co-Creation und Inspiration. Für regelmäßige Motivation und neue Perspektiven trag dich in meinen Newsletter ein.
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Transkript
Uneditiertes Transkript zur Folge (mit KI Tool entstanden)
Fearless Prefection, der Podcast über Kreativität, Inspiration und Empowerment, der dich ermutigt, einfach loszulegen, bevor du dich bereit fühlst. Hi, ich bin Barbara und in Staffel 6 geht es um „von Business zu Impact, zufällig“. Aus ganz normalen Herausforderungen werden politische Fragen. Warum Sichtbarkeit immer ein Statement ist, Preise mehr als Zahlen sind und KI nie neutral denkt und antwortet.
Ich zeige dir, wie dein Erfolg nicht nur dein Business verändert, sondern nebenbei auch Strukturen. Von der Content- und KI-Mentorin zur Gesellschaftskritikerin und irgendwie auch Aktivistin. Komplett ungeplant. Wie kam das, fragst du dich jetzt?
Ich wollte KI benutzen. Hab das auch getan, war aber mit den Antworten immer nicht so zufrieden und wollte verstehen, warum ich diese Antworten bekomme. Und bei der Recherche dazu bin ich dann über den Data Bias gestolpert. und über Studien, dass irgendwie 70 Prozent der KI-EntwicklerInnen männlich sind und die Trainingsdaten, naja, die sind sehr von patriarchalen Strukturen und alten Rollenbildern geprägt.
Tja, das erklärt dann wohl auch diese Antworten und warum ich mit denen nicht zufrieden bin. Und da habe ich gesehen, dass aus meinem individuellen Problem, ich war unzufrieden mit den KI-Antworten, Ich ein strukturelles Problem aufgedeckt hatte, den Database bei der KI, in den Trainingsdaten bei der Entwicklung, der ganze Gender Gap bei allem, was mit KI zu tun hat. Und dann habe ich mir andere Herausforderungen in meinem Business neu betrachtet, zum Beispiel das mit der Sichtbarkeit und warum das so schwierig ist, sichtbar zu werden. Und das hängt damit zusammen, dass Algorithmen natürlich bestimmte Inhalte bevorzugen.
Und auch, dass es vor allem auch Frauen immer sehr schwerfällt, sich zu zeigen. Sie werden für das Selbstmarketing kritisiert. Teilweise werden wir auch so sozialisiert, dass man nicht mit den eigenen Erfolgen angibt, sich nicht in den Mittelpunkt stellen soll, auch am besten nicht zu viel verdient. Und da gab alles Sinn.
Es sind individuelle Probleme, die aber ein strukturelles Problem hintendran haben. Macht mich diese Erkenntnis jetzt zur Aktivistin? Keine Ahnung, habe ich mich so vorher noch nie gefragt. Jetzt habe ich das getan und habe dann auch natürlich die KI gefragt.
Was ist eine Aktivistin? Was zeichnet sie aus? Und die Antwort war relativ eindeutig. Es geht um eine Handlungsorientierung.
Das heißt, sie setzen sich für Überzeugungen ein und setzen diese in Taten um. Sie haben einen wertebasierten Antrieb. Ihr Handeln ist von tief verwurzelten Werten und Überzeugungen geleitet, wie zum Beispiel der Wunsch nach Gleichberechtigung, Gerechtigkeit, Umweltschutz. Zielstrebigkeit gehört dazu.
Das heißt, sie arbeiten systematisch auf ein Ziel hin, zum Beispiel wie bei mir die Sensibilisierung der Öffentlichkeit über diesen Data Bias in der KI. Und eine Risikobereitschaft gehört dazu. AktivistInnen sind oft bereit, persönliche Risiken einzugehen. Da sehe ich mich jetzt nicht ganz so, ist auch bei dem Thema, was ich jetzt hier habe, nicht so groß.
Aktivistin zu sein bedeutet, die eigene Überzeugung so stark zu leben, dass man bereit ist, dafür sichtbar zu werden und Widerstand zu leisten. Es ist eine Lebenshaltung, die über das reine Engagement hinausgeht und eine Herausforderung des Status quo beinhaltet. Es bedeutet, nicht nur über Probleme zu reden, sondern sich aktiv in den Prozess der Problemlösung einzubringen. Bei der Definition habe ich mich irgendwie schon mehr gesehen, weil dass ich den Status Quo regelmäßig hinterfrage und dass die Aussage, aber das haben wir schon immer so gemacht, mich sofort in einen Modus versetzt, wo ich denke, und genau das ist der Grund, dass wir es jetzt anders machen sollten. Also scheinbar bin ich eine Aktivistin. Okay, dann ist das so. Ja und nein.
Aktivistin ist für mich ein großer Begriff. Ich sehe mich jetzt nicht als Aktivistin, die, um diese ganzen Sachen zu erreichen, tatsächlich gegen Gesetze verstößt. Ich rede darüber. Ich zeige das auf.
Ich versuche zu sensibilisieren. Mehr aber auch nicht. Ich merke aber auch, dass sich mein Content-Fokus verschoben hat. Ich versuche jetzt, diesen zufälligen Impact sichtbarer zu machen.
Ich versuche nicht nur drüber zu stolpern, sondern ihn jetzt einzuplanen. Mein Business-Problem könnte auch strukturell sein und so ist es bei dir auch. In der nächsten Folge geht es darum, wie Content Creation zur politischen Aussage wird. Und für diese Staffel habe ich mir noch was Besonderes überlegt.
Am Ende gebe ich dir immer einen Prompt mit, passend zur Folge, ein paar praktische Umsetzungstipps und Journaling-Fragen, um dich nochmal damit auseinanderzusetzen. Der KI-Prompt heute lautet, du hilfst mir dabei, die strukturellen Hintergründe meiner Business-Herausforderung zu verstehen. Wenn ich ein Problem beschreibe, frage mich, wer könnte davon profitieren, dass dieses Problem existiert und welche gesellschaftlichen Strukturen verstärken dieses Problem. Sei neugierig, nicht anklagend.
Ich habe den Prompt selber ausprobiert und habe ein paar interessante Fragen bzw. Antworten bekommen und einen interessanten Chat geführt. Die praktischen Umsetzungs-Tipps. Es gibt einen 3-Ebenen-Check oder nennen wir ihn mal 3-Ebenen-Check.
Und bei jedem Businessproblem solltest du dich fragen, was ist mein Anteil, was ist strukturell und wo kann ich ansetzen? Versuch deine Probleme auch mal von außen zu betrachten. Du kannst die Herausforderungen aufschreiben und drumherum alle möglichen Ursachen notieren, warum das Herausforderungen für dich sind, warum das Probleme für dich sind und welche Ursachen das haben könnte. Und zum Abschluss noch die Journaling-Fragen.
Welches Business-Problem nervt mich am meisten und wer könnte davon profitieren, dass es existiert? Wo habe ich schon mal gedacht, das ist doch unfair, warum ist das so schwer? Was würde sich ändern, wenn mehr Menschen wie ich sichtbar wären? Denk mal drüber nach.
Ich bin gespannt auf deine Antworten. Und bis zur nächsten Folge, wo es dann darum geht, dass Sichtbarkeit politisch ist. Das war Fearless Prefection. Von Business zu Impact zufällig.
Dein Reminder, dass dein Business sichtbar, erfolgreich und profitabel sein darf und dass genau daraus mehr entsteht. Veränderung, die Strukturen bewegt. Ich bin Barbara, deine Content- und KI-Mentorin für Female Empowerment. Content-Creation mit Haltung und einem spielerischen Umgang mit KI.
Wenn du das nicht nur hören, sondern gemeinsam mit anderen Frauen umsetzen willst, komm ins Denkfabrik-Lab. Meine Community für Austausch, Co-Creation und Inspiration. Und wenn du regelmäßig Motivation und Inspiration suchst, trage dich in meinen Newsletter ein. Beide Links findest du in den Show Notes.
Und hab immer Stift und Papier dabei, denn deine nächste große Idee wartet schon darauf, von dir festgehalten zu werden.