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US-Tech-Fasten: mein 40 Tage Experiment für mehr digitale Souveränität

Was wäre, wenn wir uns bewusst von US-Tech-Giganten lösen? Nicht aus Prinzip, sondern um herauszufinden, was jenseits von Google, Meta, Apple und Co. möglich ist? In dieser Fastenzeit starte ich ein Experiment: Ich werde US-Tech-Fasten. Ich möchte herausfinden, wo meine Abhängigkeiten liegen und welche starken europäischen Alternativen es gibt, um die Kontrolle über meine Daten zurückzugewinnen.

Die Fastenzeit ist traditionell eine Zeit des Verzichts, des Innehaltens, des bewussten Umgangs mit Ressourcen. Für mich ist sie seit Jahren eine Gelegenheit, mich selbst herauszufordern: Ich habe schon Plastik gefastet, Trägheit gefastet und dieses Jahr wird es ein Experiment mit US-Unternehmen. Nicht, weil ich sie pauschal ablehne, sondern weil ich wissen will:
Wo bin ich abhängig? Wo gebe ich Daten und Geld hin, ohne es wirklich zu hinterfragen? Und vor allem: Was sind die Alternativen?

Das ist kein Aufruf zum digitalen Purismus. Es ist eine Einladung für mehr Bewusstsein. Mehr Wissen. Wie sagt man so schön: Wissen ist Macht!

Warum ich 40 Tage lang US-Unternehmen faste.

In den letzten Monaten haben sich viele Tech-Giganten merkwürdig verhalten. Werte haben sich verschoben. Datennutzung wurde intransparenter. Die Macht konzentriert sich auf immer weniger Unternehmen, die immer mehr über uns wissen. Einige sind so tief in meinen Alltag eingebaut, dass ich ehrlich gesagt gar nicht mehr weiß, wie abhängig ich eigentlich bin.

Wenn ich nicht weiß, wie tief etwas sitzt, kann ich keine bewusste Entscheidung treffen. Nicht für, nicht gegen. Bewusste Entscheidungen brauchen Klarheit und Klarheit braucht erstmal ehrliches Hinschauen.

Also schaue ich jetzt 40 Tage lang hin.

Mein Ziel ist es nicht, alle US-Unternehmen einfach nur zu boykottieren. Es geht darum, bewusste Entscheidungen zu treffen. Wer bekommt meine Daten? Wer bekommt mein Geld? Und wo kann ich das ändern ohne meinen Alltag unnötig zu komplizieren?

Digitale Abhängigkeiten erkennen: Meine Bestandsaufnahme.

Der Plan: 7 Wochen, 4 Phasen.
Ich mache das nicht wild drauflos. Ich mache das mit einem Plan.

Woche 1: Die Bestandsaufnahme – Wo bin ich abhängig?

Ich nehme ein analoges Notizbuch. Nicht eine App, nicht eine Cloud, ein echtes Notizbuch mit echtem Stift. Und ich schreibe auf:

  • Welche US-Unternehmen nutze ich täglich oder überhaupt? Welche Firmen und Geschäftsmodelle (Profit vs. non-profit) stehen dahinter?  (Google, Apple, Meta, Amazon, Microsoft, OpenAI, …)
  • Welche Anwendungen gehören zu ihnen? Welche Apps nutze ich? Und für was genau? (Kalender, Cloud-Speicher, Soziale Medien, E-Mail, …)
  • Wie oft nutze ich sie? Privat oder geschäftlich? Allein oder mit anderen geteilt?
  • Wie bezahle ich die Nutzung, mit Daten oder Geld?
  • Wie schwer wäre ein Verzicht?


Frage an mich selbst:
Wo bin ich wirklich abhängig und wo nutze ich Dinge einfach aus Gewohnheit?

Keine Bewertung, keine Entscheidung. Nur Beobachtung.

Woche 2: Die Recherche: Europäische Alternativen zu Google, Apple & Co. recherchieren.

Sobald ich weiß, was ich nutze, geht es darum, Alternativen zu finden.
Besonders wichtig:
Was funktioniert für mein konkretes Setting?
Wenn ich z. B. einen geteilten Familienkalender nutze, muss die Alternative für alle in der Familie praktikabel sein.

Kriterien für Alternativen:

  • Datenschutz: Wo werden meine Daten gespeichert? 
  • Praktikabilität: Ist die Umstellung realistisch oder wird sie mein Leben unnötig verkomplizieren?
  • Werte: Stehen die Unternehmen hinter den Alternativen für etwas, das ich unterstütze?


Hier wird mir KI helfen: Ich nutze sie, um schnell Alternativen zu finden, Anleitungen für den Umzug zu recherchieren und die besten Optionen zu vergleichen.

Woche 3 + 4: Die Testphase: Pragmatismus vor Perfektion

Jetzt wird es konkret: Ich probiere die Alternativen aus, ohne sofort alles umzustellen. Ein neuer Kalender hier, ein anderer Cloud-Speicher dort. Ich schaue:

  • Wie gut lassen sich die Alternativen in meinen Alltag integrieren?
  • Wo ist die Umstellung zu aufwendig? Wo überraschend einfach?
  • Fühlt es sich besser an, meine Daten woanders zu wissen?
  • Funktioniert es für alle meine Geräte und Anforderungen?


Wichtig:
Es geht nicht um Perfektion, sondern um pragmatische Lösungen. Wenn eine Alternative nicht funktioniert, ist das okay. Dann weiß ich wenigstens, warum.

Woche 5 bis Ostern: Der Umzug: Digitale Souveränität konkret umsetzen

Umziehen, was möglich ist. Prioritäten setzen. Daten übertragen. Entscheidungen treffen. Wo sollen meine Passwörter liegen, europäischer Anbieter oder lokal? Wo speichere ich meine Fotos? Wie sieht eine neue Routine aus, die das nachhaltig trägt?

Was ich nicht vorhabe

Ich werde nicht mein Smartphone wegwerfen. Ich werde nicht auf Instagram verzichten, wenn es mein Business trägt. Ich werde nicht so tun, als wären europäische Alternativen in jedem Bereich genauso komfortabel.

Was ich vorhabe: ehrlich schauen. Bewusst entscheiden. Und an Ostern wissen, welche US-Unternehmen ich hinter mir gelassen habe, welche ich bewusst behalte und warum.

  • Welche US-Unternehmen konnte ich komplett verlassen?
  • Wo nutze ich sie noch, aber bewusster?
  • Wo habe ich Alternativen gefunden, die besser zu meinen Werten passen?


„Ich nutze das noch“ ist eine andere Aussage als „Ich nutze das einfach, weil ich nie nachgedacht habe.“

Und dann kann ich auch jährlich schauen, ob sich was geändert hat. An meinen Anforderungen oder an den Werten des Unternehmens und wieder abwägen, bleibe ich oder ziehe ich um.

Warum ich das öffentlich mache?

Weil ich glaube, dass wir mehr Kontrolle über unsere digitale Existenz haben, als wir denken.
Weil Abhängigkeiten oft unbewusst entstehen. Aus Bequemlichkeit, aus Gewohnheit, aus dem Gefühl, dass „alle das ja nutzen”.
Und weil Veränderung nicht radikal sein muss, um wirksam zu sein.

Ich weiß, dass ich nicht die Einzige bin, die sich fragt, wie viel unserer digitalen Infrastruktur eigentlich in Händen liegt, denen wir nicht wirklich vertrauen? Und wie viel davon ist Bequemlichkeit?

Ich werde das Experiment auf Social Media begleiten. Nicht als Moralpredigt, sondern als Einladung zum Mitdenken. Vielleicht probiert die eine oder andere von euch ja mit mir aus, eine App zu ersetzen oder Daten anders zu speichern. Vielleicht entdeckt ihr Alternativen, die ich noch nicht kenne. Gemeinsam sind wir schlauer und können mehr bewegen.

Ich will keine Dogmen aufstellen. Es geht nicht darum, „perfekt“ zu sein oder alles sofort zu ändern. Sondern darum, bewusster zu entscheiden. Vielleicht stelle ich fest, dass manche US-Unternehmen einfach die besten Tools anbieten und das ist okay. Aber ich will es wissen. Ich will die Wahl haben.

Und du? Hast du schon mal überlegt, welche Abhängigkeiten du hast – und wo du Alternativen finden könntest? Probierst du mit mir aus, eine Woche lang eine App zu ersetzen? Ich freue mich auf deine Erfahrungen!

Mitmachen oder mitverfolgen

Ich begleite das Ganze auf Social Media: mit Updates, Erkenntnissen, Überraschungen und vermutlich auch „das war komplizierter als gedacht“ – Momenten. Am Ende der Fastenzeit aktualisiere ich diesen Blogartikel mit meinen Erkenntnissen: 

Was hat funktioniert? Was nicht? Und vor allem: Was nehme ich mit?

Bist du bereit für dein eigenes kleines Experiment? Schnapp dir heute ein analoges Notizbuch und notiere nur eine einzige App, bei der du dich fragst: Wem gehören eigentlich meine Daten? Schreib es mir gerne bei Instagram (@barbarakrekeler oder @kleinstedenkfabrik) oder LinkedIn (Barbara Krekeler). Ich freue mich auf den Austausch in der Fastenzeit und auch darüber hinaus!

Disclaimer: Dieser Blogbeitrag ist in Zusammenarbeit mit KI entstanden. Meine Gedanken und Ideen mit Hilfe von KI besser strukturiert, von mir geschrieben.
Eine Draufsicht auf einen Schreibtisch mit einem Notizbuch, einem Füller, einer Brille und einer Tasche. In der Mitte liegt eine hellblaue Textbox mit dem Titel "US-Tech-Fasten" und dem Untertitel "Mein 40 Tage Experiment für mehr digitale Souveränität". Im unteren Bereich des Bildes ist das Logo der "++kleinsteDenkfabrik" platziert.